Wenn man an Tauchlampen denkt, denken viele Taucher zuerst an Nachttauchgänge.
Das ist verständlich.
Denn dort sind Lampen unverzichtbar.
Für mich gehört eine gute Tauchlampe jedoch nicht nur in die Ausrüstung für Nachttauchgänge.
Sie gehört in jede Tauchtasche.
Eine Lampe ist nicht nur für die Dunkelheit da
Auch tagsüber gibt es unter Wasser viele Situationen, in denen eine Lampe hilfreich ist.
Spalten.
Überhänge.
Kleine Höhlen.
Korallenstrukturen.
Viele Tiere verstecken sich genau dort.
Mit einer Lampe lassen sich Details entdecken, die man sonst leicht übersehen würde.
Farben werden plötzlich lebendig
Wasser filtert Farben.
Je tiefer man taucht, desto mehr verschwinden zunächst warme Farbtöne.
Mit einer guten Lampe kommen diese Farben zurück.
Korallen wirken lebendiger.
Schwämme bunter.
Viele Tiere zeigen plötzlich Details, die vorher kaum sichtbar waren.
Gerade deshalb nutze ich meine Lampe häufig auch bei bestem Wetter und hervorragender Sicht.
Mehr sehen bedeutet nicht mehr stören
Eine Lampe sollte kein Suchscheinwerfer sein.
Für mich geht es nicht darum, alles auszuleuchten.
Sondern gezielt hinzuschauen.
Ein kurzer Lichtstrahl reicht oft aus, um interessante Details sichtbar zu machen, ohne die Umgebung unnötig zu stören.
Meine persönliche Kombination
Bei meinen Tauchgängen nutze ich sehr gerne die Lampen der Mares EOS Serie.
Sie bieten eine starke Ausleuchtung, sind zuverlässig und haben mich auf vielen Tauchgängen begleitet.
Trotzdem habe ich fast immer zusätzlich eine kleine Backup-Lampe von Scubapro dabei.
Nicht, weil ich mit einem Ausfall rechne.
Sondern weil Redundanz unter Wasser nie eine schlechte Idee ist.
Warum ich auf eine Backup-Lampe nicht verzichten möchte
Eine zweite Lampe braucht kaum Platz.
Kann aber im entscheidenden Moment sehr wertvoll sein.
Gerade bei:
- Nachttauchgängen
- Wracktauchgängen
- Höhlen- oder Kavernentauchgängen
- längeren Tauchgängen
gibt ein Backup einfach zusätzliche Sicherheit.
Lampen mit Laserpointer? Für mich eher Spielerei
Immer wieder werden Tauchlampen mit integrierter Laserfunktion angeboten.
Auf den ersten Blick klingt das praktisch.
In der Realität konnte ich persönlich damit jedoch wenig anfangen.
Der Laser ist oft deutlich schwächer als viele Taucher erwarten.
Und gerade bei:
- Schwebeteilchen
- Sediment
- Plankton
- eingeschränkter Sicht
verliert er schnell an Wirkung.
Oft ist ein normaler Lichtstrahl deutlich besser sichtbar.
Kommunikation funktioniert meist auch ohne Laser
Wenn ich einem Buddy etwas zeigen möchte, reicht in der Regel die Lampe selbst völlig aus.
Ein kurzer Lichtimpuls.
Ein gezielter Lichtkegel.
Mehr braucht es meist nicht.
Die beste Lampe ist die, die man dabeihat
Es gibt unzählige Modelle auf dem Markt.
Groß.
Klein.
Leistungsstark.
Technisch ausgefallen.
Am Ende zählt für mich vor allem:
Zuverlässigkeit.
Denn die beste Lampe hilft nichts, wenn sie zu Hause liegt.
Für mich eines der wichtigsten Zubehörteile
Natürlich ersetzt eine Tauchlampe keine Grundausrüstung.
Aber wenn man mich fragen würde, welches Zubehörteil ich neben meiner Standardausrüstung am wenigsten missen möchte, wäre die Antwort einfach:
Eine gute Tauchlampe.
Denn sie hilft mir nicht nur dabei, mehr zu sehen.
Sondern oft auch dabei, die Unterwasserwelt noch bewusster wahrzunehmen.





