Phil Anderegg – SSI Scuba Diving Instructor Logo

Es ist völlig OK, nicht jeden Tauchgang zu machen


Tauchen lebt von besonderen Momenten. Von Begegnungen, von Ruhe, von dem Gefühl, Teil einer anderen Welt zu sein.

Und vielleicht gerade deshalb fällt es vielen schwer, einen Tauchgang auszulassen.

Man ist im Urlaub.
Man hat sich darauf gefreut.
Alle anderen gehen ins Wasser.

Und dann steht man da – und merkt: Heute passt es irgendwie nicht.

Der Druck, dabei sein zu müssen

Oft entsteht ein subtiler Druck.

„Ich bin doch schon hier.“
„Die anderen gehen ja auch.“
„So eine Chance bekomme ich vielleicht nicht nochmal.“

Diese Gedanken sind verständlich.

Aber sie führen oft dazu, dass man Entscheidungen trifft, die nicht wirklich aus einem guten Gefühl heraus entstehen.

Tauchen ist kein Pflichtprogramm

Tauchen ist keine Aufgabe, die man erfüllen muss.

Es ist ein Angebot.

Und genau hier schließt sich der Gedanke aus „Tauchen ist kein Wettkampf“ an:
Es geht nicht darum, möglichst viele Tauchgänge zu machen. Es geht darum, gute Tauchgänge zu machen.

Und manchmal gehört dazu auch, einen auszulassen.

Es gibt viele Gründe, nicht zu tauchen

Nicht jeder Grund muss dramatisch sein.

Manchmal ist es einfach:

  • Müdigkeit
  • ein unruhiges Gefühl
  • mangelnde Konzentration
  • körperliches Unwohlsein
  • oder einfach fehlende Lust

Und all diese Gründe sind legitim.

Man braucht keinen „wichtigen“ Grund, um nicht zu tauchen.

Ein Gefühl reicht.

Auf sich selbst hören

Tauchen funktioniert am besten, wenn man präsent ist.

Wenn man ruhig ist.
Fokussiert.
Bei sich.

Wenn das nicht der Fall ist, merkt man das oft schon vor dem Tauchgang.

Und genau dann ist es wichtig, auf sich selbst zu hören.

Ein ausgelassener Tauchgang ist kein Verlust

Viele denken: „Ich verpasse etwas.“

Aber oft ist genau das Gegenteil der Fall.

Man gewinnt:

  • Ruhe
  • Klarheit
  • Energie für den nächsten Tauchgang

Und manchmal auch die Sicherheit, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Abbrechen oder gar nicht erst gehen – beides ist okay

In meinem Beitrag „Wann sollte man einen Tauchgang abbrechen“ geht es darum, dass es völlig in Ordnung ist, einen Tauchgang zu beenden.

Aber genauso wichtig ist der Schritt davor:

Gar nicht erst zu gehen, wenn es sich nicht richtig anfühlt.

Das ist oft sogar die bessere Entscheidung.

Auch gegenüber dem Tauchpartner fair

Tauchen ist ein Teamsport.

Wenn man sich unsicher fühlt, unkonzentriert ist oder nicht wirklich dabei ist, beeinflusst das auch den Tauchpartner.

Ein ehrliches „Heute setze ich aus“ ist oft die verantwortungsvollere Entscheidung – für beide.

Weniger ist oft mehr

Viele der besten Tauchgänge entstehen nicht durch Masse, sondern durch Qualität.

Ein Tauchgang, den man bewusst und entspannt erlebt, ist oft mehr wert als mehrere, die man nur „mitnimmt“.

Am Ende geht es um dich

Tauchen ist etwas sehr Persönliches.

Es geht nicht darum, Erwartungen zu erfüllen.
Nicht darum, mitzuhalten.
Nicht darum, nichts zu verpassen.

Es geht darum, sich wohlzufühlen.

Und genau deshalb ist es völlig in Ordnung, nicht jeden Tauchgang zu machen.

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